Oktober 2020


Im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens hat unsere EnergieWerkStadt® den Zuschlag vom BfN Bundesamt für Naturschutz bekommen. „GREENESS - Naturschutzbelange in der energetischen Stadtsanierung“ lautet der Titel des Projektes, in dem untersucht wird, wie grüne Infrastruktur und Naturschutzbelange beim energetischen Quartiersumbau Eingang finden bzw. gefördert werden können.


Die Nachricht vom Zuschlag löste im Team der EnergieWerkStadt® große Freude aus. „Wir sehen die Beauftragung auch als Anerkennung unserer Kompetenz als praktizierende Ingenieure bei der Energiewende in Stadt und Land“, freut sich Dr. Kersten Roselt, aktueller Vorstand der Genossenschaft. Und Dr. Matthias Mann, Bevollmächtigter der Genossenschaft, fügt hinzu: „Das Thema ist uns auf den Leib geschnitten. Die interdisziplinäre Kompetenz der EnergieWerkStadt gestattet es, zum Thema Energieeffizienz Fragen der grünen Infrastruktur und des Naturschutzes nicht als Add-On, sondern als gleichwertigen Bestandteil der Sanierung unserer Wohnviertel zu betrachten“.


Das Projekt gehört als F+E-Vorhaben zum Ressortforschungsplan 2020 (FKZ 3520861300). Im Rahmen des Vorhabens wird die deutsche Förderkulisse zum Thema Quartiersumbau und Naturschutz analysiert, aus einer Vielzahl mehrerer hundert integrierter Quartierskonzepte (KfW 432) Beispiele für die Berücksichtigung von Naturschutzbelangen detektiert und best practices analysiert. Schließlich werden Empfehlungen zur Integrierung der Belange von Landschaftspflege und Naturschutz in das KfW-Programm zur energetischen Stadtsanierung erarbeitet. Die Ergebnisse sollen Eingang in die Förderrichtlinie ‚Energetische Stadtsanierung‘ (KfW 432 – Zuschüsse für integrierte Quartierskonzepte und Sanierungsmanager) finden.


Wir werden von den Projektfortschritten berichten. Das BfN unterrichtet zudem hier über das Vorhaben.

Als ‚Nebeneffekt‘ werden wir viel lernen. Bei der Auswertung mehrerer hundert Quartierskonzepte wollen wir auch diskutieren, wie Integrierte Quartierskonzepte generell noch realitätsnäher und umsetzbarer werden können.


Hintergrund: Die EnergieWerkStadt® und ihre Vorgänger beschäftigen sich seit über 10 Jahren mit systemischen Ansätzen bei der energetischen Sanierung von Bestandsquartieren. Es ist gelebte Überzeugung im Team, dass ein zukunftsfähiger Quartiersumbau nur dann gelingen kann, wenn neben den energetischen Themen gleichermaßen Ökologie und Klimaschutz/-anpassung, Architektur und Stadtplanung, Mobilität, Soziales etc., bis hin zur Moderation der Prozesse berücksichtigt wird. Schlussendlich geht es um Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit. Die EnergieWerkStadt® hat 2015 die innovative Methode effort  – EnergieEffizienz vor Ort entwickelt und auch international vorstellen können. effort ist ein Instrument, mit dem der optimale Mix der Energieversorgung in Verbindung mit einer räumlich und funktional nachhaltigen Entwicklung für das Quartier geplant werden kann (‚Integriertes Quartierskonzept‘).


Die EnergieWerkStadt® ist ein Zusammenschluss von sieben namhaften Thüringer Büros und 2 Privatpersonen mit insgesamt fast 150 Ingenieuren. Alle Mitglieder geben die Kompetenz ihrer Fachdisziplin in eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, aus der neue und innovative Lösungen entspringen.

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