TRAIL ist ein nutzerfreundliches Online-Tool mit dem Ziel, Ihre Energiewende nachhaltig zu gestalten und voranzubringen sowie Einstiegshürden im Zusammenhang mit komplexen Prozessen der Energiewende zu minimieren.
Mit unserem Produkt unterstützen wir kleine und mittlere Gemeinden im ländlichen Raum, ihre lokalen und regionalen Potenziale der erneuerbaren Energien bestmöglich zu nutzen.
 
TRAIL schafft, mithilfe von öffentlich zugänglichen GIS-Daten und Datenbanken, einen Überblick über theoretische Wärme- und Strombedarfe von Wohngebäuden. Die Ergebnisse werden übersichtlich in interaktiven Karten je Gemeinde und als Gesamtwerte ausgegeben. Des Weiteren geben wir Ihnen aktuelle Zustandsanalysen, Potenziale und konkrete Maßnahmenempfehlungen aus. Dadurch können Sie mit uns räumliche Handlungsschwerpunkte ableiten sowie Energieversorgung und -kosten optimieren.
 
Als Nutzer können Sie zwischen den Versionen TRAILstarter und TRAILplus wählen.
TRAILstarter stellt kostenlose Informationen über gemeindespezifische Strom- und Wärmebedarfe von Wohngebäuden für den gesamten Freistaat Thüringen zur Verfügung. Damit der Verbraucherschutz gewährleistet werden kann, werden die Daten in einem 100 m x 100 m Raster kartografisch dargestellt.

 

 

Die Erweiterung der Möglichkeiten erfolgt in der registrierungspflichtigen Version TRAILplus. Zusätzlich zu den Bedarfsanalysen von Strom und Wärme, stellen wir Ihnen praxisnahe Maßnahmen und weiterführende Informationen zu 8 Modulen bereit. Ein interaktiver Assistent ermöglicht Ihnen die individualisierte Bearbeitung der Daten und lösungsorientierte Ausgabe von Technologieoptionen. Der zentrale Bestandteil dieser Version, der Maßnahmenkatalog, enthält Vorschläge zu Handlungsoptionen, Ansprechpartnern, Akteuren, Voraussetzungen und möglichen Hindernisse.
Interessierte und potenzielle Nutzer können sich einen ersten Überblick zu TRAILplus anhand der Modellkommunen Kahla, Am Ettersberg, Neumark und Werther verschaffen. Für diese vier Gemeinden wurden beispielhaft die Potenziale für Solar, Geothermie, Biomasse und Abwärme berechnet und visualisiert.

 

 

TRAIL wurde von Mitgliedern der EnergieWerkStadt® e.G. gemeinsam mit der Bauhaus Universität Weimar, dem Fraunhofer IOSB-AST Ilmenau und der ThEGA Thüringer Energie- und Greentech Agentur entwickelt. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft gefördert

 

 

 

Ausblick:

Eine thematische Vertiefung und Weiterentwicklung des Maßnahmenkataloges aus TRAILplus erfolgt im aktuellen Nachfolgeprojekt TRAIL2. Der in TRAIL begonnene Ansatz der Verzahnung der Wärme- und Stromkartierung mit weiteren Aspekten der Stadt- und Quartiersentwicklung soll in TRAIL2 weiter - sowohl in der Tiefen- als auch in der Breitenwirkung - untersucht und umgesetzt werden.
Die zusätzliche Einbindung von innovativen Themen im Bereich der erneuerbaren Energien sichert die Zukunftsfähigkeit der Kommunen im ländlichen Raum. Die neu entwickelte Strategie zur Sektorenkopplung soll eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit und resiliente Energieversorgungsinfrastrukturen fördern. Dafür wird vom Fraunhofer IOSB-AST ein Modul für Technologieoptionen und der daraus resultierenden potenziellen Deckung des Energiebedarfs anderer Sektoren entwickelt, welches künftig für TRAIL2 zur Verfügung stehen wird.
Die Erarbeitung von Synergieeffekten geht mit der Bestrebung einher, gerade in dünn besiedelten Gebieten alle Ressourcen zur Erhaltung bzw. zur Entwicklung attraktiver Wohn- und Arbeitsstandorte zu bündeln und beispielsweise Aspekte der Energieerzeugung und -verwendung stärker als Standortfaktoren zu etablieren.
 
Außerdem wird die Anwendung des Tools auf die Bundesebene ausgeweitet. Zu den bisherigen thüringischen Modellkommunen kommen die Gemeinden Alsfeld (Hessen) und Trebgast (Bayern) hinzu. TRAIL2 wird im Jahre 2022 abgeschlossen.

 

Publikationen: